"Alte" Ausstellungen

AUSSTELLUNG IM RÜCKBLICK >>> IM ANDERSWELTENraum

Nico Reuter präsentiert seine Fotoausstellung: „AUS DER LUFT GEGRIFFEN“:

 

Nico Reuter ist 35 Jahre alt, wohnhaft in Oberkirchen (Saarland) und selbstständig als Geschäftsführer von Ecoparc Concepts. Nico ist kein Berufsfotograf, hat aber aus Berufswegen fast täglich mit Luftaufnahmen zu tun, die u.a. als Kartographie- bzw. Topographie-Grundlage zur Form- und Lagebeschreibung von Objekten oder Erdoberfläche dienen.

 

Unser Freund Nico Reuter wird ab dem 06.04. bis Anfang Juni eine Serie von spektakulären Luftaufnahmen präsentieren, welche alle sehr spontan, eher schon zufällig, fast improvisiert, quasi „aus der Luft gegriffen“ innerhalb von nur 6 Wochen entstanden sind. Nico sagt selbst: „Durch meine selbstständige Arbeit in einem Ingenieur- und Planungsbüro habe ich sehr häufig mit Foto-Drohnen zu tun. Hieraus hat sich mittlerweile eine sehr leidenschaftliche Passion entwickelt. Ich finde es einfach packend, die wunderschöne Natur des Saarlandes und des Hunsrücks aus ungewöhnlichen Perspektiven zu betrachten und zu dokumentieren.“

 

 

Wolfgang Kolb (*1959 in Wetzlar, Geologe, lebt in der Westpfalz) präsentiert seine Fotoausstellung: „Die große Stille“

 

Auf einmal wird alles still. Die letzten Menschen sind gegangen und sie haben das Meiste mitgenommen. Viele Jahre später wird der der Verfall deutlich und es riecht nach Schimmel und nach feuchtem Zement. Oft finde ich dann Relikte vom Leben, das einst hier herrschte. Eine zerknüllte Notiz in krakeliger Bleistiftschrift, ein abgegriffener Schraubenzieher, ein zerzauster Besen, ein Stiefelabdruck auf dem öligen Boden, eine vergilbte Zeitung mit Schlagzeilen von vor zwanzig Jahren. Manchmal zwängt sich frisches Grün durch zerborstene Fenster und rissigen Beton. Und die abgeblätterten Mauern fangen leise an ihre Geschichten zu erzählen.

 

Irgendwie begann ich einmal zu fotografieren um Erinnerungen zu konservieren. Ich bin viel und gerne unterwegs und neben der fotografischen Dokumentation meiner Reisen und meiner Arbeit führe ich immer ein Tagebuch. Wenn ich später die Fotos betrachte und meinen Text dazu lese gelingt es mir oft – auch noch nach vielen Jahren – mich in den Moment zurück zu versetzen in dem ich das Foto gemacht habe und ich erinnere mich sogar noch an Gerüche und Geräusche.

 

Zu fotografieren und Bilder zu betrachten – sei es als Dia am Leuchttisch oder großformatig auf Leinwand projiziert – in sie hinein zu tauchen und auf diese Weise die Welt neu zu entdecken und zu erleben gibt mir Ruhe und Zufriedenheit. Fast ein Moment der Meditation.

 

Die Serie „Die große Stille“ entstand größtenteils durch meinen Job bei einer internationalen Consultingfirma. Den verfallenen Bauwerken mit denen ich mich dabei auseinandersetze höre ich erst einmal gespannt zu, bevor ich anfange zu arbeiten. Jedes hat seine eigene faszinierende Geschichte. Gerade dann, wenn einfach nur große Stille herrscht, bevor die Abbruchbagger kommen.

 

 

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